SAF-HOLLAND blickt auf 145 Jahre Unternehmensgeschichte

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"145 Jahre Exzellenz 1881-2026" mit einem historischen Bild von Menschen im Hintergrund.
Die Wurzeln des Konzerns reichen bis ins Jahr 1881. Der Blick zum Jubiläum richtet sich jedoch vor allem nach vorn: Nach dem Ausbau des Produktportfolios in den vergangenen Jahren steht die stärkere Verzahnung der vorhandenen Kompetenzen im Mittelpunkt. Mit der Unternehmensstrategie „drive2030“ treibt SAF-HOLLAND seine Positionierung als Systemlieferant weiter voran.

Das Wichtigste in Kürze:

  • 145 Jahre Unternehmensgeschichte: Die Wurzeln von SAF reichen bis zur Erfindung des „Zill’schen Wendepflugs“ in einer bayerischen Dorfschmiede im Jahr 1881 zurück.
  • Vom Portfolio zur Systemlösung: Nach den Akquisitionen der vergangenen Jahre verzahnt SAF-HOLLAND seine Kompetenzen rund um Achse, Fahrwerk, Bremse und Kupplung stärker miteinander.
  • Klare Ziele bis 2030: Mit „drive2030“ will SAF-HOLLAND organisch auf mehr als 2,5 Mrd. Euro Umsatz wachsen; einschließlich weiterer Akquisitionen sollen es mehr als 3 Mrd. Euro werden. Die bereinigte EBIT-Marge soll 2030 zwischen 10 und 12 Prozent liegen.

Aus Zukäufen werden Systemlösungen

Einen wesentlichen Schub für diese Entwicklung brachten die Akquisitionen der vergangenen Jahre. 2023 übernahm SAF-HOLLAND Haldex, einen führenden Hersteller von Brems- und Luftfederungssystemen. 2024 folgten Tecma, Spezialist für Achssysteme und -fahrwerke, sowie der italienische Achs- und Federungssystemhersteller
Assali Stefen. Bereits zuvor hatte SAF-HOLLAND sein internationales Portfolio unter anderem durch V.ORLANDI, York und KLL erweitert.

„145 Jahre Unternehmensgeschichte stehen für eine kontinuierliche Weiterentwicklung von SAF-HOLLAND. Mit den Akquisitionen der vergangenen Jahre haben wir unser Produktportfolio und unsere Kompetenzen gezielt erweitert“, erklärt Alexander Geis, CEO von SAF-HOLLAND. „Jetzt geht es darum, diese Stärken noch enger miteinander zu verzahnen und SAF-HOLLAND international weiter als Systemlieferant zu positionieren.“

Der strategische Schwerpunkt verschiebt sich damit vom weiteren Ausbau des Produktportfolios hin zu dessen Verzahnung. Achs- und Fahrwerkskompetenz, Brems- und Steuerungstechnologie sowie Kupplungssysteme fließen zunehmend in abgestimmte Systemlösungen ein. Für Fahrzeughersteller und Flotten bedeutet das: aufeinander abgestimmte Lösungen und ein zentraler Ansprechpartner für unterschiedliche Anforderungen rund um das Nutzfahrzeug.

Die Strategie „drive2030“ setzt hier an: SAF-HOLLAND nutzt sein breites Portfolio an Achs-, Brems-, Kupplungs- und Fahrwerkslösungen gezielt, um Kunden mit zusätzlichen Produkten und integrierten Systemlösungen als One-Stop-Shop zu bedienen und Cross-Selling-Potenziale innerhalb der Gruppe zu erschließen. Parallel soll das Ersatzteilgeschäft durch digitale Services und den weiteren Ausbau des Servicenetzwerks gestärkt werden. Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen zudem außerhalb des traditionellen Trailer- und Truckgeschäfts,
beispielsweise bei Land-, Bergbau- und Baumaschinen sowie Flurförderzeugen.

Vom Wendepflug zum Nutzfahrzeugspezialisten

Begonnen hat die Entwicklung 1881 in einer bayerischen Dorfschmiede mit der Konstruktion und Produktion des „Zill’schen Wendepflugs“. 1938 fertigte das Unternehmen die ersten Stahlachsen für landwirtschaftliche Fahrzeuge, 1950 begann die industrielle Fertigung von Achsen für Schwerlastfahrzeuge und 1964 folgte das erste Luftfederaggregat für Trailer. Aus dem Familienbetrieb entwickelte sich die Otto Sauer Achsenfabrik – SAF – zu einem führenden europäischen Hersteller von Trailerachsen und Fahrwerkssystemen.

Parallel begann 1910 in South Dakota die Geschichte von HOLLAND mit einer Sicherheits-Schnellkupplung zwischen Pflug und Pferdegespann. Ab 1940 richtete das Unternehmen seine Aktivitäten auf die Lkw-Industrie aus. 2006 schlossen sich schließlich die deutsche SAF Gruppe und die nordamerikanische Holland Group zu SAF-HOLLAND zusammen.

Internationales Wachstum als Systemlieferant

Heute ist SAF-HOLLAND in den wichtigsten Regionen weltweit mit starken Marktpositionen unter den Top 3 vertreten. Die internationale Ausrichtung ist ein wesentlicher Bestandteil von „drive2030“. Eine der fünf Säulen der Strategie trägt den Titel „Regionale Stärke“: Kundenanforderungen und Marktbedingungen sollen möglichst nah am jeweiligen Markt adressiert werden. Neben regionaler Stärke bilden Kundenorientierung, Technologie als zentraler Treiber, breites Produktportfolio und Wachstum sowie operative Exzellenz die weiteren Säulen der Strategie.

Die regionale Nähe spielt auch in der Produktentwicklung eine wichtige Rolle. SAF-HOLLAND berücksichtigt unterschiedliche Anforderungen unter anderem in EMEA, Nord- und Südamerika, China und Indien und ist dort mit Entwicklungs- und Engineering-Kompetenz vertreten. Lokale Marktkenntnis soll so unmittelbar in die Anpassung bestehender und die Entwicklung neuer Lösungen einfließen.

Klare Wachstumsziele bis 2030

Bis 2030 strebt SAF-HOLLAND einen organischen Konzernumsatz von mehr als 2,5 Mrd. Euro an. Zusätzliche Beiträge von mindestens 500 Mio. Euro sollen aus Übernahmen kommen, sodass der Konzernumsatz 2030 insgesamt auf mehr als 3 Mrd. Euro steigen soll. Zudem wird eine bereinigte EBIT-Marge von 10 bis 12 Prozent angestrebt. Wachstum soll insbesondere aus der stärkeren Systemlieferantenpositionierung, Cross-Selling, neuen Anwendungsfeldern, Technologie- und Innovationsinitiativen sowie einem gestärkten Aftermarket entstehen.

„Die Geschichte von SAF-HOLLAND zeigt, dass langfristiger Erfolg immer auch die Bereitschaft zur Veränderung voraussetzt“, erläutert Frank Lorenz-Dietz, CFO von SAF-HOLLAND. „Unsere internationale Präsenz und unser erweitertes Produktportfolio bilden heute eine starke Grundlage für weiteres Wachstum. Mit drive2030 haben wir dafür klare finanzielle Ziele bis zum Ende des Jahrzehnts definiert.“

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